Category Archives: Beaujolais

05Nov/15

Domaine du Vissoux — St-Verand

Die Domai­ne du Vis­soux von Mar­ti­ne und Pierre-Marie Cher­met­te ist ein gutes Bei­spiel für die Ent­wick­lung der letz­ten 20 Jah­re im Beau­jo­lais. Die Domai­ne, die sich im süd­li­chen Teil des Beau­jo­lais, den „Pier­res Dorées“ befin­det, gibt es schon seit dem 17. Jahr­hun­dert. Erst Anfang der 80er-Jah­re begann sie jedoch, ihre Wei­ne selbst zu ver­mark­ten. Anfang der 90er wur­den Par­zel­len in Mou­lin-à-Vent und Fleu­rie dazu gekauft, Anfang der 00er-Jah­re eine wei­te­re Par­zel­le in Mou­lin-à-Vent und eine in Brouil­ly. Die Wein­ber­ge der Domai­ne befin­den sich zum einen in der Nähe von Oingt in einem Wei­ler namens Saint-Ver­and, wo die Domai­ne ins­ge­samt 14 ha bewirt­schaf­tet. Von hier kom­men die ver­schie­de­nen Beau­jo­lais (tout court) Cuvées, von denen es drei rote Beau­jo­lais, einen Wei­ßen und einen Rosé gibt. Außer­dem besitzt die Domai­ne zwei Par­zel­len in Fleu­rie (Les Garants und Pon­cié), drei Par­zel­len in Mou­lin-à-Vent (La Rochel­le, Roche­grès und La Roche) und eine Par­zel­le in Brouil­ly (Pier­reux). Auch wenn die Fla­schen­zahl recht gering ist, sind auch die Cré­mants de Bour­go­gne der Domai­ne ein wich­ti­ges Stand­bein. Von 2,5 ha wer­den aus 100% Char­don­nay ein Brut und ein Extra-Brut Cré­mant erzeugt. Die Domai­ne arbei­tet nach der lut­te rai­son­né, beschränkt den Pes­ti­zid- und Her­bi­zid-Ein­satz auf ein Mini­mum. Die Reb­zei­len wer­den begrünt und alles per Hand gele­sen. Im Kel­ler wer­den alle Wei­ne (auch die Pri­meurs) außer den Cré­mants spon­tan ver­go­ren, im Regel­fall nicht chap­ta­li­siert und mit einem Mini­mum an SO2 abge­füllt. Die Domai­ne prak­ti­ziert die Mace­ra­ti­on semi-car­bo­ni­que. Dies ergibt sehr pure und rein­tö­ni­ge Wei­ne, die sich durch eine kla­re Frucht und fei­ne Mine­ra­li­tät aus­zeich­nen. Klas­si­ker im bes­ten Sin­ne.

Bei uns im Pro­gramm seit dem Jahr­gang 2007

Beau­jo­lais Cuvée Tra­di­tio­nel­le Gamay; 35 — 85 Jah­re alte Reben in St. Vérand. Dun­kler Gran­it­bo­den. Seit Jah­ren schon der meist­ver­kauf­te Wein unse­res Geschäfts

Beau­jo­lais Cuvée Coeur de Vend­an­ges: Gamay; Die­ser Wein ist einer der größ­ten Geheim­tipps im Beau­jo­lais. Er kommt aus dem Süden des Beau­jo­lais, von zwei Par­zel­len in St. Ver­and und Vaux-en-Beau­jo­lais mit jeweils über 100 Jah­re alten Reben auf schwar­zen Gra­nit­bö­den. Aus­ge­baut wird der Wein 6 Mona­te in gebrauch­ten gro­ßen und klei­nen Holz­fäs­sern. Wer meint, ein „ein­fa­cher“ Beau­jo­lais sei stets ein eher leich­ter „Sauf­wein“, wird bei dem Coeur de Vend­an­ges gro­ße Augen bekom­men. Die uralten Reben erge­ben hier eine her­vor­ra­gen­de Kon­zen­tra­ti­on der Aro­men, die aber stets schwe­re­los und nicht mar­me­la­dig daher­kommt. Die Mine­ra­lik die­ses Weins ist schier unglaub­lich.

Fleu­rie Pon­cié: Die Lage Pon­cié liegt nörd­lich des Dor­fes Fleu­rie, recht hoch am Hang. Süd­lich befin­det sich die ande­re von Vis­soux bewirt­schaf­te­te Par­zel­le Les Garants, öst­lich die bekann­te Lage Les Mori­ers. Hier fin­det sich der für Fleu­rie typi­sche degra­dier­te pin­ke Gra­nit mit Mica- und Quartz-Antei­len. Die Reben von Vis­soux sind ca. 35 Jah­re alt. Durch die Lage recht wei­te oben am Hang sind die Pon­ciés von Vis­soux häu­fig etwas schlan­ker als die Les Garants. Sie sind wür­di­ge Ver­tre­ter der Appela­ti­on Fleu­rie, sehr flo­ral, eher rot- als dun­kel­fruch­tig, sei­dig im Mund und sehr ele­gant.

Fleu­rie Les Garants: Die Lage liegt, nur getrennt von der Lage Les Roches, süd­lich von Pon­cié und gehör­te frü­her zur AOC Mou­lin-à-Vent. Auch hier ist der rosa Gra­nit von Mica- und Quarz­an­tei­len durch­setzt. Die Lage erbringt sehr voll­mun­di­ge Wei­ne, wes­halb Pierre-Marie Cher­met­te sie auch teils in neu­en Holz­fäs­sern aus­baut. Der Wein ist schon farb­lich regel­mä­ßig etwas dunk­ler als der Pon­cié, auch sehr flo­ral, hier aber eher dun­kel- als hell­fruch­tig. Das Tan­nin ist etwas aus­ge­präg­ter. Der Les Garants von Cher­met­te zahlt eine mehr­jäh­ri­ge Lage­rung im Kel­ler durch eine sehr schö­ne Kom­ple­xi­tät zurück.

Mou­lin-à-Vent Les Trois Roches: Die­ser Wein heißt erst seit ein paar Jah­ren „Trois Roches“. Zunächst hat­te die Domai­ne in Mou­lin-à-Vent nur die Par­zel­le Roche­grès, 2002 kam die Par­zel­le La Rochel­le dazu (der Wein hieß dann „Les Deux Roches“). Seit ca. 2005 kauft die Domai­ne noch Trau­ben aus der Lage „Roche Noi­re“ hin­zu. Voi­là – les Trois Roches. Der Gra­nit in Mou­lin-à-Vent ist vor allem von vul­ka­ni­schem Man­ga­ne­se-Gestein durch­setzt. Der Mou­lin-à-Vent der Domai­ne ist viel­leicht ihr kom­plet­tes­ter Wein, dunk­le und hel­le Frucht­aro­men ver­bin­den sich hier mit dezent rau­chi­gen Noten. Der Wein strahlt die Nobles­se aus, die die bes­ten Exem­pla­re aus Mou­lin-à-Vent aus­zeich­net, reift her­vor­ra­gend, trinkt sich man­gels domi­nan­ter Holz­no­ten aber auch jung schon sehr gut.

Cré­mant de Bour­go­gne: Char­don­nay; Den Cré­mant de Bour­go­gne der Domai­ne gibt es als Brut mit nied­ri­ger Dosa­ge und als Extra Brut mit nur mini­ma­ler Dosa­ge. Aus 2,5 ha, die mit Char­don­nay auf Kalk­mer­gel­bö­den bepflanzt sind, erzeugt Pierre-Marie Cher­met­te seit 2009 in Koope­ra­ti­on mit einem befreun­de­ten Win­zer einen sehr schwung­vol­len, fein­per­li­gen Schaum­wein, der sti­lis­tisch an Blanc des Blancs Cham­pa­gner erin­nert.

Beau­jo­lais blanc: Char­don­nay; 15 — 40 Jah­re alte Reben aus 3 Par­zel­len in St. Ver­and und Oingt. Fein und lecker.

die ver­füg­ba­ren Wei­ne von Vis­soux fin­den unter dem Link WEINE

Château Thivin — Odenas

Im Beau­jo­lais Wein­gü­ter zu fin­den, die seit mehr als drei Jahr­zehn­ten ihre Wei­ne selbst abfül­len, ist nicht ein­fach. Die Tra­di­ti­on der selbst­ver­mark­ten­den Güter ist im Beau­jo­lais eher jung. Noch bis in die 1990er Jah­re lie­fer­ten die aller­meis­ten Win­zer ihre Trau­ben oder fer­ti­gen Wei­ne bei Négo­ci­ants ab. Auf Châ­teau Thi­vin besteht hin­ge­gen eine rela­tiv lan­ge Tra­di­ti­on der Domai­ne-Abfül­lung. Das Schloss am Mont de Brouil­ly wur­de im 14. Jahr­hun­dert gebaut und die Fami­lie Geoff­ray setz­te sich stets für eine eige­ne AOC Côte de Brouil­ly ein, die 1936 auch ein­ge­führt wur­de. Die AOC Côte de Brouil­ly steht für die Wei­ne am Hang des Mont de Brouil­ly, wäh­rend z.B. die AOC Brouil­ly ein deut­lich grö­ße­res Gebiet am süd­li­chen Ende der Beau­jo­lais Crus umfasst. Auch im Ter­ro­ir unter­schei­den sich Brouil­lys und Côte de Brouil­lys. Wäh­rend in der AOC Brouil­ly der für vie­le Beau­jo­lais Crus typi­sche rosa Gra­nit und teils Kalk­mer­gel­bö­den vor­herr­schen, fin­den sich am Mont de Brouil­ly haupt­säch­lich Böden vul­ka­ni­schen Ursprungs, die mit blau­en Stei­nen vul­ka­ni­schen Ursprungs (Ande­si­ten) ver­setzt sind. Bei dem Auf­stieg auf den Mont de Brouil­ly mit sei­ner phä­no­me­na­len Aus­sicht sind die blau­en Stei­ne unüber­seh­bar. Die Reben von Châ­teau Thi­vin ste­hen sämt­lich am nach Süden aus­ge­rich­te­ten Ende des Mont de Brouil­ly, wo sie die Son­ne auf­sau­gen kön­nen. Neben diver­sen Par­zel­len in der AOC Côte de Brouil­ly ver­fügt Châ­teau Thi­vin auch über Reben in den AOCs Brouil­ly und Beau­jo­lais, aus denen ein Weiß- und ein Rot­wein erzeugt wer­den.
Die Domai­ne befin­det sich der­zeit in der Umstel­lung auf öko­lo­gi­schen Wein­bau. Bereits jetzt wird aber auf Her­bi­zi­de ver­zich­tet und die Zwi­schen­räu­me zwi­schen Reb­zei­len wer­den begrünt. Auf Châ­teau Thi­vin wird kom­plett per Hand gele­sen. Châ­teau Thi­vin prak­ti­ziert die im Beau­jo­lais tra­di­tio­nel­le Mace­ra­ti­on semi-car­bo­ni­que, bei der die Trau­ben teils im Gan­zen, teils ent­rappt in den Gär­be­häl­ter gege­ben wer­den und bei der eine ers­te alko­ho­li­sche Gärung intra­zel­lu­lär inner­halb der Trau­ben statt­fin­det. Dies sorgt für eine kla­re, fri­sche Frucht und nicht zu har­te Tan­ni­ne. Der Aus­bau erfolgt über­wie­gend in Fuder­fäs­sern. Alle Par­zel­len wer­den sepa­rat vini­fi­ziert und spä­ter cuvée­tiert oder auch sepa­rat abge­füllt. Nicht jede Cuvée wird jedes Jahr abge­füllt, so dass über die Jah­re eine erstaun­li­che Viel­falt an ein­zel­nen Lagen­wei­nen ent­stan­den ist. Châ­teau Thi­vin ist eines der tra­di­tio­nells­ten Wein­gü­ter im gesam­ten Beau­jo­lais, was sich auch in den herr­lich alt­mo­di­schen Eti­ket­ten aus­drückt, die seit 3 Jahr­gän­gen unser Wein­re­gal schmückt. Die Wei­ne sind gleich­wohl alles ande­re als alt­mo­disch, viel­mehr zeit­los und altern her­vor­ra­gend.

bei uns im Pro­gramm seit dem Jahr­gang 2011

Beau­jo­lais Blanc „Clos de Roch­bon­ne“: Char­don­nay; der Wein stammt aus einer Par­zel­le im Süden des Beau­jo­lais in Thei­zé. Der Clos de Rochebon­ne ist ein von Mau­ern ein­ge­fass­ter Wein­berg, der ursprüng­lich zum Châ­teau de Rochebon­ne gehör­te. Hier ste­hen Char­don­nay Reben auf Kalk­mer­gel­bö­den. Der Beau­jo­lais Blanc wird in 228 l Fäs­sern aus­ge­baut mit 10% Neu­hol­z­an­teil. Das neue Holz gibt dem Wein eine gewis­se Geschmei­dig­keit und eine bur­gun­di­sche Note. Wegen sei­ner Fül­le ist der Clos de Rochebon­ne am ehes­ten mit einem Pouil­ly-Fuis­sé ver­gleich­bar.

Côte de Brouil­ly „Les 7 Vig­nes“: Gamay; Der „7 Vig­nes“ ist der Vil­la­ge Côte de Brouil­ly von Châ­teau Thi­vin, der aus ins­ge­samt sie­ben Par­zel­len auf 8,3 ha erzeugt wird. Die Reben sind durch­schnitt­lich 50 Jah­re alt. Der „Les 7 Vig­nes“ wird sechs Mona­te in gebrauch­ten Fuder­fäs­sern aus­ge­baut.

Côte de Brouil­ly „La Cha­pel­le“: Gamay; Die Par­zel­le „La Cha­pel­le“ befin­det sich am obe­ren Teil des Mont de Brouil­ly mit 50% Hang­nei­gung. Auch der La Cha­pel­le wird in Fuder­fäs­sern aus­ge­baut, jedoch zumeist für 9 Mona­te. Der län­ge­re Fass­aus­bau gibt dem Wein eine grö­ße­re Fül­le als dem „Les 7 Vig­nes“. Eine kna­cki­ge Frucht und eine fei­ne Wür­ze zeich­nen den La Cha­pel­le aus.

Côte de Brouil­ly „Cuvée Zac­cha­rie“: Gamay; Dies ist die Spit­zen­cu­vée im Hau­se Geoff­ray, die aus den ältes­ten Reben in den Par­zel­len La Cha­pel­le und Gode­froy erzeugt wird und 12 Mona­te in 228 l Fäs­sern aus­ge­baut wird. Der Wein ist Jahr für Jahr umwer­fend, struk­tu­riert, aber trotz­dem zugäng­lich, für ein lan­ges Leben gebaut, aber auch jung mit Freu­de zu trin­ken, mit einer fei­nen Holz­wür­ze, aber aus­rei­chend Frucht, damit das Holz nur struk­tur­ge­bend wirkt.

03Nov/15

Raphael Chopin – Lantignié

Rapha­el Cho­pin gehört zu jener jun­gen Win­zer-Gene­ra­ti­on im Beau­jo­lais, die den ram­po­nier­ten Ruf die­ser Wein­re­gi­on mit viel Elan und fan­tas­ti­schen Wei­nen auf­po­liert. 2009 war sein ers­ter Jahr­gang. 5 ha bewirt­schaf­tet er in Mor­gon, Reg­nié und Lan­ti­g­nié, das zum Beau­jo­lais-Vil­la­ges zählt. Die 2013er-Kol­lek­ti­on ist wohl sei­ne bis­her Bes­te, sagt Rapha­el auch.
Die­ser jun­ge Win­zer hat zwar noch nicht vie­le Jahr­gän­ge auf dem Buckel, aber sei­ne Wei­ne errei­chen schon ein excep­tio­nel­les Niveau auf­grund ihrer Pro­fon­deur und Kom­ple­xi­tät. Der 3. Stern in unse­rem Klas­se­ment steht unmit­tel­bar bevor.“ 2-Ster­ne-Domai­ne, Beau­jo­lais Aujourd’hui – Nr. 12

bei uns im Pro­gramm seit Jahr­gang 2012

Fol­gen­de Wei­ne bie­ten wir von Cho­pin an:

Mor­gon ‘Les Charmes’
Gamay; im Stahl­tank aus­ge­baut; ele­gan­ter, char­man­ter (der Name sagt es), frucht­be­ton­ter Mor­gon.

Mor­gon ‘Archam­bault’
Gamay; aus der Lage ‘Charmes’; im 350 l – Holz­fass aus­ge­baut. War der Wein in 2011 und 2012 schon gross­ar­tig, legt Rapha­el mit 2013 noch ein­mal eine Schip­pe drauf. Durch­aus mas­ku­lin oder kräf­tig, dabei aber har­mo­nisch, rund und köst­lich. Ein Zusam­men­spiel von Wär­me und Kraft,sagt Rapha­el. Sehr,sehr lang

Rég­nié ‘Capri­ce’
Gamay; aus der Lage ‘La Ron­ze’; 12 Mona­te im Holz­fass aus­ge­baut. ‘Kapri­zi­ös’ nennt Rapha­el die­se Cuvée, da der Wein beim Aus­bau immer etwas rum­zickt. Und auch auf der Fla­sche ist der Wein doch eher eine Pri­ma­don­na als ein Kum­pel­typ. Der Puli­gny unter den Wei­nen Cho­pins. Wur­de bis Jahr­gang 2013 abge­füllt in schlan­ken Ries­ling­fla­schen.

Rég­nié ‘Gaia’
Gamay; das ambi­tio­nier­tes­te Cuvée von Rapha­el aus sei­nen ältes­ten und bes­ten Trau­ben in Rég­nié. Der Gaia wird erst im Som­mer abge­füllt, dar­um erst ab Sep­tem­ber 15 lie­fer­bar.
Ich glau­be, ich muss mei­ne The­se, dass es im Beau­jo­lais zwar fan­tas­ti­sche Wei­ne gibt, die­se aber nicht über das Niveau eines sehr guten Vil­la­ge aus dem Bur­gund hin­aus­ge­hen KÖNNEN, noch­mal über­den­ken. Die­ser Gaia, bei aller Dich­te und Reich­tum sehr har­mo­nisch und durch­aus fein, wider­legt die­se The­se schon mal.
Das Pro­blem diver­ser Luxus­cu­vées im Beau­jo­lais, durch zuviel Extrak­ti­on ein­fach zu viel zu wol­len und die Balan­ce im Wein zu zer­stö­ren, gibt es bei Cho­pin nicht.

Die ver­füg­ba­ren Wei­ne von Rapha­el fin­den Sie unter dem Link WEINE

Web­site: www.domaine-raphael-chopin.fr

Château du Moulin à Vent — Romanèche Thorins

Mit­ten in der Appel­la­tion Mou­lin à Vent , direkt neben der namensgeben­den Wind­mühle gele­gen, kann das Châ­teau auf eine bis ins 18. Jahrhun­dert zurück­ge­hende Tra­di­tion an Qual­itätsweinan­bau bli­cken.
In Eng­land schon immer bekannt und beliebt, hat die Domai­ne nach der Über­nahme von Jean-Jac­ques Pari­net mit dem Jahr­gang 2009 noch ein­mal einen Schritt in Rich­tung Appel­la­ti­ons­spit­ze gemacht.
30 ha wer­den in den bes­ten Lagen von Mou­lin à Vent bewirt­schaf­tet. Nied­ri­ge Hek­tar­erträge, manu­el­le Ern­te (alles nicht selb­stver­ständlich im Beau­jo­lais), Aus­bau in Holz­fäs­sern ver­schiedener Grös­se tra­gen zur hohen Qual­ität — das heißt für uns Trink­freudigkeit bei gle­ichchzeit­igem Alterungspo­ten­tial; Typ­iz­ität, ohne die­se überzus­tra­pazieren — bei.
Das Ange­bot bein­hal­tet ein fruch­tig, saf­ti­ges Cuvée im typ­is­chen Beau­jo­lais-Stil, einen etwas struk­tu­rier­te­ren und ernst­haf­te­ren Wein und 3 abso­lut gross­ar­ti­ge Ein­zel­la­gen­cu­vées.
Die Wei­ne hat­ten uns so gut gefal­len, dass wir zum ers­ten Mal auch Magn­ums in unser Pro­gramm auf­ge­nom­men hat­ten, und dies auch bei­be­hal­ten wer­den.

bei uns im Pro­gramm seit Jahr­gang 2011

fol­gen­de Wei­ne bezie­hen wir von der Domai­ne:
Mou­lin à Vent ‘Cou­vent des Tho­rins’
Gamay; das Ein­stiegscu­vée. Der frucht­do­minierteste, “leicht­este” Wein vom Châ­teau mit einem Hauch von Klas­se. Wenn Som­mer­wein nicht so abw­er­tend klin­gen wür­de, wäre der ‘Cou­vent des Tho­rins’ die Emp­feh­lung. Ob in die­sem oder im näch­sten Som­mer, bleibt Ihnen über­las­sen.

Châ­teau du Mou­lin à Vent
Gamay; Assem­blage aus meh­re­ren Lagen in Mou­li à Vent, u.A. Les Tho­rins, La Rochel­le, Les Caves und Les Mou­lin à Vent. Die Lagen wer­den ein­zeln aus­ge­baut und erst vor der Abfül­lung assem­bliert. Struk­tu­rier­ter und mit mehr Tie­fe als der Cou­vent des Tho­rins. Schö­ne Kon­zen­tra­ti­on mit sehr kla­rer Frucht. Lecker.

Châ­teau du Mou­lin à Vent ‘Croix des Véril­lats’
Gamay; 1955 gef­planzte Reben auf kar­gem, durch­läs­sigem Boden über har­tem Gra­nit. Ent­rappt und in 350 l — Holz­fäs­sern aus­ge­baut. Tie­fe und ein sei­di­ges Mundge­fühl, dass nun wirk­lich an Bur­gund erin­nert, ist dies der etwas run­dere der bei­den Lagen­cu­vées.

Châ­teau du Mou­lin à Vent ‘Champ de Cour’
Gamay; sandi­ger, lehm­hal­ti­ger Boden auf har­tem Gra­nit. Sehr schö­ne Struktur,die etwas mehr durch­scheint als beim ‘Croix des Véril­lats’, etwas fes­ter und ker­ni­ger, aber mit dem Hauch mehr Klas­se. Unglaub­li­che Nase nach Pflau­men und schwar­zen Früch­ten ist auch hier der Weg nach Bur­gund nicht weit; trotz­dem ein typ­is­cher Mou­lin à Vent

Châ­teau du Mou­lin à Vent ‘La Rochel­le’
Gamay; wird erst seit dem Jahr­gang 2012 sepe­rat abge­füllt. Sehr ele­gant und geschmei­dig!

Pouil­ly-Fuis­sé vieil­les Vig­nes
Char­don­nay; aus zuge­kauf­ten Trau­ben aus dem lieu-dit “Les Tâches”. 50 Jah­re alte Reben. Stock­dich­te 10.000 Stö­cke / Hekt­ar. Ertrag 16 hl / ha. Aus­bau für 9 Mona­te zu 50% in neu­en piè­ces und zu 50% im Stahl­tank.

Die ver­füg­ba­ren Wei­ne vom Châ­teau fin­den Sie unter dem Link WEINE

Web­adres­se: www.chateaudumoulinavent.com